Skulpturenhalle besonders betroffen

kaputtes Kunstwerk hohrizontal

Der Keller war bis zur Decke mit Wasser gefüllt. Das Wasser stand bis knapp zur Eingangstür“, so Dr. Marcel Schumacher Leiter des Kunsthauses NRW, unsere Station 30. Die Schäden des Hochwassers sind noch an vielen Stellen der ehemaligen Reichsabtei zu sehen. Das schmerzt besonders bei dem barocken denkmalgeschützten Gebäude aus dem 18./19. Jahrhundert.

Betreten die Besucher das Kunsthaus, werden sie von dem monotonem Brummen der Trocknungsgeräte empfangen. „Wir haben vor allem Schäden am Gebäude. Die Trocknungsgeräte müssen durchgehend laufen, damit das Wasser aus dem Gemäuer gezogen wird, um Schimmelbildung zu vermeiden“, so Schumacher. Um für einen besseren Ablauf des Wassers zu sorgen, mussten die Fußleisten entfernt werden.

Tür ohne Fußleisten hohrizontal

Besonders groß ist der Schaden in der Skulpturenhalle

Besonders groß ist der Schaden in der Skulpturenhalle des Kunsthauses NRW. „Hier haben sich bereits erste Schimmelsporen gebildet“, erklärt Schumacher und zeigt auf schwarze Punkte an der Wand.  An einigen Stellen treten die Silikatkristalle aus der Wand der Skulpturenhalle hervor. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, kann noch nicht festgestellt werden. Trotz der großen Schäden an dem historischen Gebäude sind nur wenige Kunstwerke von der Flut beschädigt worden.  Als bekanntes Hochwassergebiet wurden in den Kellern keine Kunstwerke gelagert und auch die Skulpturenhalle war mit Sandsäcken vor dem Wasser geschützt. „In den vorherigen Hochwassern hatten die Maßnahmen gereicht. Wir hatten die Skulpturen zum Schutz auf Paletten gestellt. Wir haben jetzt Spundwände angeschafft.“ Dennoch wurden mehrere Skulpturen im Hochwasser beschädigt. Die Werke aus Astrid Pohls Reihe „Schlupfloch“ wurden zerstört, andere Skulpturen, wie die Werke der Künstlerin Selma Gültoprak sollen von der Künstlerin repariert werden. Und auch für die Skulpturen von Astrid Pohl ist Ersatz geplant „Wir sind mit der Künstlerin im Gespräch, ob sie die Werke reproduziert oder wir neue ankaufen“, so Schumacher.

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Für die diesjährige Aachener Kunstroute wünscht Schumacher interessante Begnungen und viel Zuspruch. „Ich hoffe, dass die Aachener Kunstroute auch nach diesem Ereignis eine Gelegenheit ist, Künstler und Kunstproduzenten zusammenzubringen und viele interessante Begegnungen zu ermöglichen. Ich wünsche den Besucher*innen und Teilnehmer*innen viel Zuspruch“, so der Leiter des Kunsthauses Dr. Marcel Schumacher.

IMG 7243 beschnitten

Ihr könnt euch auf der Aachener Kunstroute ein Bild von den Schäden machen. „ Zur Aachener Kunstroute planen wir die Türen zu öffnen, damit die Besucher*innen in die Skulpturenhalle schauen können.“, so Schumacher. Das Hauptgebäude und den Skulpturengarten könnt ihr wie gewohnt zur Aachener Kunstroute, wie unsere 38 anderen Stationen, besuchen.

hak

© Hannah Kleiner